006 Was Du tun musst, um am Ende auf ein glückliches Leben zurückschauen zu können Teil 2 / 2

Nachdem wir im letzten Podcast die zwei wichtigsten Punkte besprochen haben, die sterbende bedauern, geht es heute weiter mit den restlichen 3 Punkten.

3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, zu meinen Gefühlen zu stehen
Viele Menschen unterdrückten ihre Gefühle, um in Frieden mit anderen zu leben. Sie passen sich auch hier den Erwartungen anderer an. Schon als kleines Kind wird einem beigebracht, Emotionen zu unterdrücken und nett zu anderen zu sein, auch wenn man es nicht will. Das nennt sich dann “Höflichkeit” und “Gute Erziehung” Eigentlich wird Kindern hier beigebracht, unehrlich zu sein, nicht zu den eigenen Gefühlen zu stehen.

Sicherlich ist es wichtg, dass Kinder lernen, sich auch mal zurück zu halten und sich zu benehmen, aber das sich ausleben und Gefühle zeigen dürfen wird oft dann im Gegenzug vergessen​

Deswegen ließen sie sich die sterbenden in einer mittelmäßigen Existenz nieder und wurden niemals zu der Person, die sie nach ihren Fähigkeiten hätten sein können.

Viele entwickelten deshalb Krankheiten, die in Verbindung zu ihrer Bitterkeit und ihrem Groll standen.

Natürlich ist ein friedliches Miteinander wichtig und man darf seine Gefühle gerne zeitweise kontrollieren und oft ist es sinnvoll, nicht jedem Gefühlimpuls nachzugeben. Aber langfristig ist es für alle ein Gewinn, wenn wir unsere Gefühle und Wünsche ehrlich kommunizieren.

Was kannst Du besser machen?

Ich für mich habe beschlossen, mehr in mich hineinzuhören – mehr als dass ich versuche herauszufinden, was andere erwarten. Da ich in mir auch den Wunsch habe, andere nicht unnötig zu verletzen und ein harmoniebedürftiger Mensch bin, ist das friedliche Interagieren mein eigener Wunsch, und nicht der Versuch, es anderen Recht zu machen. Aber im Zweifel gehen meine Wünsche und Bedürfnisse vor.

Wenn ich in mich hineinfühle, versuche ich bei jedem Gefühlsimpuls seine Herkunft herauszufinden. Ist dieser Gefühlsimpuls wirklich meiner, oder ist es etwas, was ich von anderen übernommen habe?

Und dann kommuniziere ich ehrlich! Ich sage meinen Mitmenschen – was ich mir wünsche und wie ich mich fühle, und handle auch entsprechend! Ich gehe keine Kompromisse ein, die sich für mich schlecht anfühlen, denn wenn sich ein Kompromiss schlecht anfühlt, ist esnicht mein Kompromiss.

Dadurch werden meine Beziehungen zu meinen Mitmenschen viel erhlicher und authentischer, und ich habe die Gewissheit bei Menschen, die mich mögen, dass sie mich aufgrund meiner Selbst mögen, und nicht wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Wie ehrlich bist Du zu Dir selber und zu anderen bislang gewesen, und möchtest Du da in Zukunft auch was ändern?

4. Ich wünschte, ich hätte Kontakt zu meinen Freunden gehalten
Wir vergessen oft, wie wichtig alte Freunde sind. Wir nehmen uns zu wenig Zeit, diese zu treffen, Zeit mit Ihnen zu verbringen, und zwar Qualitätszeit. Alles andere scheint wichtiger und dringlicher zu sein…Die eigene Familie, der Partner, die eigenen Kinder, die Arbeit…..

Aber leider viel zu oft passiert es, dass der Partner irgendwann weg ist, die Kinder ausziehen und ein eigenes Leben führen, die Arbeit weg ist…..

…aber die alten Freunde sind oft das, was bleibt. Wirkliche Freunde überdauern alles andere und das sind dann die, die in den letzten Wochen des eigenen Lebens vielleicht noch da sind.

Was kannst Du besser machen?

Nimm Dir Zeit für Freunde. Blocke Dir Zeit und mache Termine mit Ihnen, die fest in Deinem Terminkalender geblockt sind. Vergiss nicht, dass diese Freunde ein wichtiger und essentieller Teil deines Lebens sind. Wenn sie weg sind, kannst Du keine neuen kaufen. Achte aber dabei darauf, dass Du dich mit Deinen Freunden wohl fühlst. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du Dich jedes mal nach einem Treffen mit einem bestimmten Freund ausgesaugt und leer fühlst, dann überlege Dir, ob Du diesen Freund wirklich behalten willst.

Achte auch darauf, dass Du einen Freundeskreis hat, der das gleche Geschlecht hat wie Du. Männer sollten einen Männer-Freundeskreis haben, und Frauen einen Frauen-Freundeskreis. Das heisst nicht, dass Du nur gleichgeschlechtliche Freunde haben solltest, aber Du solltest als Frau Frauenabende und als Mann Männerabende haben, wo das andere Geschlecht unerwünscht ist. Denn der freie unbeobachtete/unzensierte Austausch mit Geschlechtsgenossen ist wichtig. Auch hierzu wird es einen Artikel bald geben wo ich genauer darauf eingehe

5. Ich wünschte, ich hätte mir selbst erlaubt, glücklicher zu sein
Viele Menschen lernen bin zum Lebensende nicht, dass jeder für seine Gefühle verantwortlich ist. Niemand anderes kann Dir Gefühle aufzwingen. Niemand kann Dich glücklich oder unglücklich machen.

Das wusste schon der alte Epiklet:​

Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen. -Epiktet (50-138 n.Chr.)
Oder in meiner Version:

Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Bedeutung, die wir ihnen geben. -frei nach Epiktet (50-138 n.Chr.)
Alles, was im Äußeren passiert, passiert erst mal und ist nicht mit Gefühlen verbunden. Das merkst Du, wenn Du realisierst, dass es bei jedem Ereignis Menschen gibt, die sich freuen, und andere werden unglücklich. Aber das macht klar, dass jedes Ereignis erst mal neutral ist.

Wir sind es, die den Ereignissen eine Bedeutung geben und somit emotional nach unserer Wahl darauf reagieren.

Und auch Du kannst langsam lernen, deine emotionale Reaktion zu kontrollieren. Im NLP nennt sich das „State management“. Wir können lernen, unseren eigenen Zustand zu kontrollieren. Vielleicht nicht zu 100%. Aber nachdem wir eine Emotion wahrgenommen haben, können wir diese willentlich beeinflussen. Ich habe hierüber ein Ebook mit 3 Techniken verfasst, welche Du kostenfrei herunterladen kannst.
Bei meinen unterschiedlichen NLP-Workshops lernst Du die entsprechenden Techniken. Denn wenn Du die Fähigkeit hast, dich auch bei schlimmen Ereignissen dich in einen guten Zustand zu versetzen, kannst Du in diesem guten Zustand viel viel besser Lösungen und Auswege finden. Denn der schlechte Zustand ist ressourcenlos und man hat einen Tunnelblick, wo mögliche Lösungen ausgeblendet werden.

Was kannst Du besser machen?

Lerne Gelasseneheit und lerne, deinen emotionalen Zustand zu kontrollieren. Dann kannst Du Dich jederzeit in einen glücklichen Zustand führen. Mache Deine Löffelliste und erlaube Dir, diese auch zu leben. Du wirst merken, wie gut sich das anfühlt und wie glücklich und selbstbewusst Du dann auf einmal wirst.

Ich hoffe der Artikel hat Dir gefallen und hat Dich vor allem weitergebracht in Richtung eines glücklichen Lebens. Schreibe Deine Erkenntnisse gerne in die Kommentare und schreibe mir eine Email.

Ich freue mich, von Dir zu hören.

Dein Coach für ein besseres Leben

Dr. Ender Aysal